Ungarnfahrt 2012

 

Der diesjährige Schüleraustausch mit der Partnerschule in Tiszavasvari war wieder einmal ein großer Erfolg mit vielen Eindrücken.

Am 07.05.2012 war es wieder soweit: Bereits zum achten Mal machten sich 24 Schüler der Franziska-Hager-Mittelschule Prien zusammen mit ihrem Schulleiter Hans-Joachim Reuter und den Lehrkräften Stephanie Grüner und Georg Leidel auf den Weg nach Ungarn, um dort die Partnerschule in Tiszavasvári zu besuchen. Um acht Uhr ging es mit dem Busunternehmen Harlander auf den Weg und schon auf der Fahrt gab es sowohl in Wien als auch in Budapest einiges zu sehen. Um 19 Uhr erreichten SchülerInnen und Lehrkräfte dann Tiszavasvári. Die Aufregung war zu diesem Zeitpunkt sehr groß. Der Direktor der Schule begrüßte die Besucher kurz und dann konnten diese auch schon von ihren Gastfamilien in Empfang genommen werden.

Am Dienstagmorgen kamen dann sowohl alle ungarischen als auch deutschen Kinder in die Schule um dort einen kleinen Wettbewerb auszutragen. Im Anschluss daran fuhr man gemeinsam nach Sátoraljaújhely. Dort befindet sich ein Aussichtsturm, der durch einen Sessellift erreicht wurde. Die Aussicht an der nördlichen ungarischen Grenze in die Slowakei war für alle sehr beeindruckend. An der Mittelstation des Liftes konnten die Teilnehmer des Schüleraustausches dann in Gruppen einen Klettergarten erkunden, sowie mit Tubbys eine kurvenreiche Bahn den Berg hinuntersausen. Den krönenden Abschluss dieses Tages bildete dann die Fahrt zurück ins Tal, welche mit einer Sommerrodelbahn erfolgte. Dabei hatten die SchülerInnen sehr viel Spaß und während dieses ersten Tages in Ungarn wurden bereits Freundschaften zwischen den beiden Nationen geschlossen. Erschöpft ging es dann zurück zur Schule, wo die Gasteltern die Kinder schon erwarteten.

Der Mittwoch begann wieder früh. Um 8.30 Uhr trafen sich alle an der Schule, um nach Hortobágy, einem kleinen Ort in der Pusta, zu fahren. Dort befindet sich ein Vogelkrankenhaus, in dem man viele verletzte Tiere und auch deren Behandlung beobachten kann. An diesem Tag konnte man sogar die Operation eines Kanarienvogels am Bein mitverfolgen. Dies war für alle Beteiligten sehr interessant. Im Anschluss daran hatten die SchülerInnen ein wenig Zeit, um auf dem nebenliegenden Markt einige Souvenirs einzukaufen oder im nahen Kinderspielplatz sich auszutoben. Dann kam der zweite Teil des Tages, eine Kutschfahrt durch die Pusta, in welcher eine beeindruckende Landschaft vorzufinden ist. Bei bestem Wetter wurde man mit den Kutschen durch den Nationalpark gefahren und an vielen interessanten Stationen wurde Halt gemacht. Die SchülerInnen konnten Wasserbüffel, Wollschweine, ungarische Reiter und Menschen in traditioneller Kleidung sehen. Danach durfte sich die Gruppe noch in den Stallungen aufhalten und dort die Pferde und Hunde streicheln. Dieser Tag war für alle sehr eindrucksvoll.

Am Donnerstag besichtigte man dann die Stadt Eger. Dabei standen sowohl die bekannte Basilika der Stadt, als auch die Universität mit ihrem Observatorium sowie ein altes Gewölbe, welches früher einmal als Weinkeller diente und viele Verzweigungen unterhalb der Stadt aufweist, auf dem Programm. Am Nachmittag erkundeten die SchülerInnen und die Lehrer in Gruppen die Stadt auf eigene Faust.

Schneller als erwartet stand dann auch schon der letzte Tag an, an dem die SchülerInnen etwas mit ihren Gastfamilien unternehmen konnten. Am Abend dann gab es ein großes Abschlussfest für eine eindrucksvolle, interessante Woche, in der die Schüler gegenseitig viel über die jeweils andere Kultur lernen konnten. In einem bunten Programm gab es typisch ungarische Tänze und Lieder, sogar eine Volkstanzgruppe trat auf. Auch unsere Schüler bereicherten den Abend mit zwei bayerischen Tänzen und einer Bläsereinlage. Den krönenden Abschluss bildete dann ein Feuerwerk, welches eigens für die deutschen Besucher durchgeführt wurde. Mit Tanzen, Lachen und vielen Gesprächen ging eine ereignisreiche Woche zu Ende, die für die SchülerInnen beider Nationen ein großer Zugewinn an Erfahrungen bedeutete. Am Samstag wurde um acht Uhr morgens die Heimreise nach Prien angetreten und alle erreichten um 18.20 Uhr erschöpft aber reich an neuen Eindrücken die Schule.

 

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S.G./G.L.