Schüleraustausch Tiszavasvári – Prien 2013

Am Montag, den 6. Mai 2013 empfingen wir die Schüler und Lehrer unserer ungarischen Austauschschule Kabay János Általános Iskola aus Tiszavasvári.

 

 

Nach elf Stunden Fahrt und über 800 km erreichten 15 Schüler, 5 Lehrer und Betreuer sowie Rektor „Laci“ Halász erschöpft, aber glücklich den Busparkplatz der Mittelschule. Bei einer zünftigen Musi, Schnittchen und Getränken konnten Herr Rektor Reuter, die Priener Schüler und einige Priener Lehrern „ihre“ Austauschschüler in Empfang nehmen. Für die nächsten Tage durften die 11- bis 14-jährigen Ungarn bei den deutschen Gastfamilien wohnen, essen, schlafen und unauslöschliche Erfahrungen und Eindrücke sammeln.

Der Schüleraustausch Tiszavasvári – Prien findet inzwischen seit 17 Jahren statt und ist eines der wichtigsten Projekte jedes Jahr an der Franziska-Hager-Mittelschule.

Am Dienstagmorgen begrüßte Priens Bürgermeister Seifert die ungarische Delegation und machte damit den Schüleraustausch „amtlich“. Anschließend fuhr man mit dem Bus zur Allianz Arena nach München. Dort inspizierten die Schüler Rasen, Tribüne, Umkleidekabinen und Presseplätze des schönen Stadions. Viele Fragen wurden auf der sehr interessanten und kindgerechten Führung beantwortet und zu den Champions League-Klängen ging es - wie sonst nur die Profis - durch den Tunnel in Richtung Fußballfeld.

Im abschließenden Torwandschießen konnten die Schüler noch ihre Schusskünste unter Beweis stellen – jeder Treffer wurde mit einer Kugel Eis belohnt! Die ungarischen Lehrer konnten zwischenzeitlich die BMW-Welt kennen lernen. Am späten Nachmittag ging es dann gemeinsam wieder nach Prien zurück.

Mittwochmorgen stand der „Aktivtag“ für die bayerischen und ungarischen Schüler auf dem Programm: Schwimmen und Kart fahren. In Wasserburg wurden im Badria viele Bahnen gedreht, um die Wette gerutscht oder einfach - begünstigt vom tollen Wetter – auf einer Liege gesonnt. Auf der Kart-Bahn in Eiselfing ging es ungleich hitziger zu: Viele verbissene Duelle um bessere Positionen und hundertstel Sekunden endeten letztlich aber doch glimpflich.

Ein leckeres Mittagessen in dem Schulbistro leitete das Nachmittagsprogramm ein. Mit dem Schiff legte man an der Herreninsel an, um bei einer Führung das Schloss zu besichtigen. Um 18 Uhr konnten die Gastfamilien ihre Kinder in Stock abholen.

Der Donnerstag war Feiertag – und damit traditionell der Familientag. Unsere ungarischen Schüler unternahmen mit den Gastfamilien unvergessliche Ausflüge. Spätestens an diesem Tag wuchsen die Schüler beider Schulen zusammen. Das Wetter tat sein Übriges dazu und so wurden aus Gästen Freunde!

Die ungarischen Lehrer fuhren an ihrem „Familientag“ – viele Lehrer unserer Schule begleiteten sie dabei - zunächst nach Werfen in die Eisriesenwelt, anschließend ging es zur Stadtbesichtigung mittels eine Rallye nach Salzburg. Ein gemeinsames Abendessen im „Fidelen Affen“ beschloss einen wunderschönen Tag.

Am Freitag versuchten wir, den Ungarn etwas von unserem oberbayerischen Brauchtum näher zu bringen. In Arbeitsgruppen wurden „Hui-Hui-Maschinen“ gebaut, Obatzda zubereitet, Lieder und Tänze einstudiert.

Der Nachmittag war zur freien Verfügung, am Abend stand der bayerisch-ungarische Abend auf dem Programm. Kulinarisches vom Grill, Kulturelles mit den Breitbrunner Goaßlschnalzern und viele Reden, Geschenke und Programm von den Schülern und Lehrern bestimmten die Feier, bei der noch einmal die Wichtigkeit dieses Schüleraustausches betont wurde. Rektor Reuter unterstrich die Bedeutung des Schüleraustausches und der ungarische Rektor László Halász dankte auf Deutsch (!!) für die Woche: „So schön war es noch nie.“ Weiterhin lud er gleich für 2014 nach Tiszavasvári ein.

Am Samstagfrüh war dann Zeit zum Abschied nehmen. Dabei flossen so manche Träne bei den Jugendlichen und auch den Erwachsenen. Diese Emotionen zeigen, wie sehr man sich in diesen Tagen nahe gekommen war. Nach vielen Umarmungen und der Beteuerung, sich im nächsten Jahr in Tiszavasvári wieder zu sehen, fuhr der Bus ab in Richtung Osten, für elf Stunden und über 800 km.