Sensation: Mittelschule Prien ordnet Chillen an!!

Seit 2007 gibt es nun Ganztagsklassen an unserer Schule. Damals wurde ganz bescheiden begonnen, man startete mit einer 6. Klasse. Mit dem damaligen Rektor Rainer Wicha wurde lange getüftelt, wie „Ganztagesschule“ nun gehen soll: Stundenplan, Lehrerstunden, Mittagessen, Arbeitsgemeinschaften, Übungsleiter, Raumbelegung usw. An vieles musste gedacht werden – aller Anfang ist schwer.

Als man sich dann sicher war, alle Punkte berücksichtigt zu haben, kamen dem ein oder anderen aber doch Zweifel auf: „Irgendetwas haben wir vergessen!“ Ratlos sah man sich an, keiner wusste, was es war – und doch hatte jeder das Gefühl, dass man ein entscheidendes Detail übersehen hatte.

„Heureka, ich hab’s!“, schrie der Klassenleiter in spe, Herr Hübl, „die SCHÜLER!! Wir haben die Schüler vergessen!! Was müssen wir den Schülern eigentlich bieten, damit sie die verlängerte Schulzeit bis 15:30 Uhr überstehen?“

So (oder so ähnlich) war die Geschichte, warum an der Franziska-Hager-Mittelschule ein ganz besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der Ganztagesschüler gelegt wird. Seit dem ersten Tag wurde darauf geachtet, dass unsere gzt-Schüler genügend Freizeitaktivitäten während der schulischen Arbeit haben.

Federballschlägern, Indiacas, Slackline, Bälle aller Art (inkl. Tore), Gesellschafts- und Geschicklichkeitsspiele wurden angeschafft, später kam sogar ein Billard-, Kicker- und Dartraum hinzu. Dazu können seit einigen Jahren die Sportplätze der Mittelschule genutzt werden, bei schlechter Witterung steht die Dreifachhalle zur Verfügung. Weiterhin bekam jede Ganztagesklasse einen eigenen Gruppenraum.

Eigentlich genügend Rückzugsräume für die Schüler – denkt man. Doch die Realität stellte sich dann mit den Jahren doch anders dar. Die Gruppenräume wurden nicht mehr in dem Umfang genutzt (was auch an der Abnutzung der Freizeitspiele liegt) oder sie wurden sogar gestrichen.

So kam es, dass man die Schüler oftmals in der Aula rumhängen sah – nicht gerade so, wie man sich eine sinnvolle Pause vorstellt.

 

Da kam unser Herr Huber mit DER Idee: ein Chillingroom für Ganztagesschüler! „Schule ist Stress, bis 15:30 Uhr erst recht, da muss etwas her, wo die Schüler wieder Kraft für den Nachmittag tanken können!“

Recht hat er! Gesagt, getan!

Der Rest ist Geschichte: Im Rahmen eines Künstler-Schüler-Projektes begannen die Vorüberlegungen: Was geht bzw. was geht gar nicht?!? Dem Engagement von Marek Schovánek, unserem Künstler aus Berlin ist es zu verdanken, dass aus unseren Vorüberlegungen („Wir brauchen Liegen und Musik!“) ein wohl einzigartiger Raum geschaffen wurde („No, no, no, ihr brauchen einen Wald im Schulhaus! Wald ist Chilling!!“).

Und so wurde in mehrwöchiger Bauzeit zwischen November 2013 und Januar 2014 das Konzept umgesetzt. Vom Ergebnis sind bisher alle (Herr Bürgermeister Seifert, Presse, Lehrer etc.) restlos begeistert – aber am wichtigsten ist, dass der Raum den SCHÜLERN gefällt!

Und da schließt sich der Kreis. Da ist er wieder, unser Gedanke: Der Gedanke, dass für unsere Schüler alles getan werden muss, damit Schule so angenehm wie möglich ist!

In naher Zukunft ist ein Blätterprojekt mit den gzt-Schülern geplant, um den Chillingroom noch behaglicher zu machen. Weitere Planungen reifen auch bereits in den Köpfen der Verantwortlichen: So wurde erst vor kurzem die Wassertauglichkeit des Raumes geprüft, um später einen kleinen Bach durch den Wald laufen zu lassen. So soll der Raum weiter wachsen und der Chill-Faktor weiter ansteigen.

Am Ende dankt die Schule unserem Künstler Marek Schovánek (www.marekschovanek.com) für das grenzenlose Konzept und dessen Umsetzung. Danke an die Schüler der 8d gzt und 9d gzt, die aktiv an dem Projekt mitgearbeitet haben. Danke an unseren Hausmeister Andreas Bodler samt Familie, die in ihrer Freizeit unermüdlich mit anpackten. Vielen Dank an die Marktgemeinde Prien und unserem Rektor Herrn Reuter, die sich für die Realisierung des Projektes eingesetzt haben. (1000 Dank an Herrn Hell, Frau Huber und Herrn Klammer!). Danke auch an Konrektor Marcus Hübl, ohne dessen Beharrlichkeit die Mittel für diesen tollen Raum nie zur Verfügung gestanden hätten.