Löcher in Bäuche der Chefs gefragt

 

Fast kein Durchkommen gab es im großen Kursaal, als die Franziska-Hager-Mittelschule und die beiden Priener Realschulen gemeinsam ihre "Berufsbörse" präsentierten. 40 Firmen und Verwaltungen stellten sich und das umfangreiche Berufsangebot vor.

Der Berufsorientierungsabend für die achten und neunten Klassen dreier Priener Schulen geht nach Erfahrungen von Rektor Hans-Joachim Reuter von der Mittelschule weit über die Pflicht hinaus. Er habe sich zu einer erfolgreichen Veranstaltung entwickelt, die Firmen, Eltern und vor allem die Schüler ansprechen. Die könnten auf dem Weg zur Berufswahl Unterstützung von allen Seiten gebrauchen, so der Schulleiter weiter. „Nutzt die Möglichkeit und fragt den Betrieben Löcher in den Bauch“ animierte er die Schüler beim offiziellen Startschuss der Veranstaltung im Beisein von Kerstin Haferkorn und Andrea Dorsch, den beiden Schulleiterinnen der staatlichen und der kommunalen Realschule Prien.


Fast 450 Schüler schlängelten sich dann ausgerüstet mit einem Fragenkatalog und zum Teil zusammen mit ihren Eltern durch die mit Tischen und Ständen vorgegebenen Gassen im Großen Kursaal. Sandra Rehak, Schulsozialpädagogin an der Mittelschule, Markus Puchtinger von der kommunalen und Christian Ziegler von der staatlichen Realschule war es gelungen, 40 verschiedene Betriebe, Verwaltungen oder Schulen aus der näheren Umgebung und sogar aus dem Österreichischen Grenzgebiet einzuladen. Das Besondere dabei: An den Ständen warteten nicht nur Personalchefs, Ausbildungsleiter und leitende Angestellte auf die möglichen Mitarbeiter von morgen, sondern auch viele Azubis, die der kommenden Lehrlingsgeneration ihre Erfahrungen weitergaben.

Neben weltweit führenden Firmen wie Kathrein und Schatt-Decor waren auch kleine einheimische Betriebe wie die Bäckerei Müller oder Edeka Summerer vor Ort und stellten geduldig ihre möglichen Ausbildungsberufe vor. Großen Zuspruch fand auch die Salzburger Fachschule für Mode „Annahof“, die Schöner Schulen München für Kosmetik oder die Traunsteiner Berufsschule. Die Schüler hatten auch die Möglichkeit praktisches Arbeiten auszuprobieren und selbst tätig werden, wie zum Beispiel bei Maschinenbau Hefter aus Prien oder der Holzfachschule aus Kuchl/ Tirol. Ergänzt wurde die breite Palette noch von mehreren Banken, Verwaltungen im Büro- und Gesundheitsbereich, sowie von verschiedenen Innungen, der Polizei und der Marktgemeinde Prien.

(Foto: A. Berger, Prien)


Die Rückmeldungen der Betriebe, denen mit einem kleinen Präsent ihre Teilnahme gedankt wurde, war überaus positiv. Die meisten sicherten auch ihre Bereitschaft zu, in zwei Jahren gerne wieder zu kommen.

gle