5. und 6. Ganztagsklasse bei den "Indianern"

Am Mittwoch, den 11.05.2011 besuchten wir, die Klasse 6cgzt zusammen mit der Klasse 5cgzt und unseren Lehrkräften Frau Brodschelm, Frau Marx und Frau Welkener  die Indianerausstellung im Rosenheimer Lokschuppen.Wir basteln einen Traumfänger

Pünktlich um 8.08 Uhr fuhr unser Zug vom Bahnhof Prien ab in Richtung Rosenheim. Dort angekommen machten wir uns zu Fuß zum Lokschuppen auf.

 

Wir besuchten zuerst einen Workshop, bei dem jeder einen indianischen Traumfänger basteln durfte. Das machte Spaß, war aber gar nicht so einfach! Nach einer Stunde hatten die meisten von uns schließlich einen mit bunten Federn geschmückten Traumfänger angefertigt.

Anschließend nahmen wir an einer Führung durch die eigentliche Indianerausstellung teil. Dabei erfuhren wir viel Interessantes aus der Welt der Indianer. Unsere Führerin erzählte zum Beispiel, dass die Indianer ihre Opfer nur äußerst selten skalpierten. Als weit tapferer galt ein Indianer, der es schaffte, seinen Gegner an der Schulter zu berühren. Auch Winnetou ist lediglich eine Erfindung des deutschen Schriftstellers  Karl May. Der "berühmte Apachenhäuptling" hat nie existiert. In der zweiten Ausstellungshalle konnten wir eine originales "Holziglu" bewundern. Es diente in Grönland jahrelang dort ansässigen Inuit als Behausung, auch die Inuit gehören nämlich zu den Indianern. Lustig fanden wir die Kleidung der Indianer, die meist aus Tierhäuten, teilweise sogar aus Waldarm angefertigt wurde: es gab Anoraks, Bodies und sogar einen Tanga zu sehen. Auch der Federschmuck der Häuptlinge war beeindruckend. Leider wurde der Großteil der Indianer von den weißen Amerikanern ausgerottet, ihr Land wurde ihnen meist billigst abgekauft oder einfach weggenommen. Die wenigen noch existierenden Nachkommen der Indianer leben hauptsächlich in Reservaten, viele sind arbeitslos und dem Alkohol verfallen. Häufig werden sie diskriminiert und stehen am Rande der Gesellschaft.

Nach dem Ausstellungsbesuch waren einige von uns doch ein wenig nachdenklich. Nachdem wir Brotzeit gemacht hatten und noch manches Souvenir aus dem Museumsshop erstanden hatten, nahmen wir den 12.30-Uhr-Zug zurück nach Prien. Die 5. Klasse blieb noch etwas in der Stadt und fuhr erst um 14.30 Uhr zurück.