9. Klassen besuchen KZ in Dachau

Am Montag, den 15. Dezember 2014 besuchten die 9. Klassen das Konzentrationslager in Dachau. Im Rahmen des Lehrplans stand es an, eine Stätte der grausamen Verbrechen des NS-Regimes zu besuchen.

Dabei "begrüßte" uns nicht wie die Häftlinge damals das Tor mit der Aufschrift "Arbeit macht frei", da es wenige Wochen vor unserem Besuch von Unbekannten entwendet wurde.

Wir begannen mit dem Rundgang durch das Museum, das sich im ehemaligen SS-Gebäude befindet. Dort konnten wir einen umfassenden Eindruck davon gewinnen, welchen unmenschlichen Bedingungen und Grausamkeiten die Häftlinge von den Anfängen im Jahre 1933 bis hin zur Befreiung durch die Amerikaner 1945 durchleben und durchleiden mussten.

Nach dem Besuch des Kinofilms, welcher Originalaufnahmen aus der Zeit des Dritten Reiches zeigt, bekamen wir eine Führung über das Gelände des Arbeitslagers.

Wir sahen den Appellplatz, an dem die Arbeiter jeden Morgen und Abend gezählt und zum Teil stundenlang stramm stehen mussten. Über die Lagerstraße kamen wir zu den 34 Baracken, in denen die Gefangenen untergebracht waren. Eine Baracke wurde für Besucher rekonstruiert, so dass wir uns von den unwürdigen Lebensumständen, unter denen die Zwangsarbeiter leben mussten, ein Bild machen konnten. Wir sahen die Sicherungsanlagen mit elektrischem Zaun, Wachtürmen und Wassergräben. Zuletzt besichtigten wir noch das Krematorium und die Gaskammer. Die Gaskammer in Dachau wurde Gott sei Dank nie in Betrieb genommen. Trotzdem reichte die Kapazität des Krematoriums in den letzten Monaten vor Kriegsende nicht mehr aus. Am 29. April 1945 befreite die 42. Division der 7. US-Armee die verbliebenen 32000 Häftlinge.

Tief beeindruckt traten wir am Nachmittag die Rückreise nach Prien an.