Die Gesamtbewertung der Prüfung

 

Hinweise bei Legasthenie

Bei Schülern mit gutachterlich festgestellter Lese- und Rechtschreibstörung, die von der Bewertung der Rechtschreibleistung freigestellt sind, entfällt der gesamte rechtschriftliche Prüfungsteil im Fach Deutsch.

Wenn infolge einer ärztlich festgestellten Lese- und Rechtschreibstörung ein Nachteilsausgleich definiert ist und dieser Ausgleich während des Schuljahres gewährt wurde, ist dies auch bei den Prüfungen zum Erwerb des qualifizierenden Hauptschulabschlusses in gleicher Weise zu berücksichtigen (z.B. Zeitzuschlag) und im Zeugnis zu vermerken.

Im Falle einer Lese-Rechtschreibschwäche obliegt die Gewährung eines Nachteilsausgleichs dem Ermessen der Schule. Wird jedoch im Jahresverlauf ein Nachteilsausgleich gewährt, so ist dies auch bei der besonderen Leistungsfeststellung zu berücksichtigen. 

 

Bewertung der Gesamtprüfung

Die Gesamtbewertung errechnet sich wie folgt:

  • Die Jahresfortgangsnoten und die Noten der besonderen Leistungsfeststellung werden für alle Fächer zusammengezählt.
  • Dabei sind die Jahresfortgangsnoten und die Noten der besonderen Leistungsfeststellung in den Fächern Deutsch, Mathematik und je nach gewählte Prüfungsfach Physik- Chemie-Biologie, Geschichte-Sozialkunde-Erdkunde oder Englisch doppelt zu zählen;
  • NEU: Die Jahresnoten in AWT und dem gewählten Fach aus dem berufsorientierenden Zweg zählen einfach. In der QA-Prüfung werden beide Fächer in der Projektprüfung zusammen gefasst und die hier erzielte Note zählt doppelt.
  • die Noten im schriftlichen und mündlichen Teil der besonderen Leistungsfeststellung in den Fächern Englisch und Deutsch als Zweitsprache werden je einfach gewichtet.
  • Die erzielte Notensumme wird durch den Teiler 18 geteilt.

Der Qualifizierende Hauptschulabschluss ist erreicht, wenn der Schüler in den Fächern der besonderen Leistungsfeststellung eine Gesamtbewertung von mindestens 3,0 erzielt hat; dabei bleibt die zweite Stelle nach dem Komma unberücksichtigt.
Für die externen Prüfungsteilnehmer: Bei der Festlegung der Gesamtnoten werden Jahresfortgangsnoten nicht miteinbezogen. Zur Errechnung der Gesamtbewertung wird die erzielte Notensumme durch den Teiler 9 geteilt.

 

Mündliche Prüfung bei Nichtbestehen

Bei Nichterreichen der erforderlichen Gesamtbewertung (3,0) ist eine freiwillige mündliche Prüfung in Deutsch und/oder Mathematik möglich (§ 31 VSO). 
Genügt die erste Prüfung bereits zur Erreichung der erforderlichen Gesamtnote, so entfällt die zweite. Freiwillige mündliche Prüfungen, um beim schon erreichten qualifizierenden Hauptschulabschluss die Noten zu verbessern, sind nicht möglich. Die Dauer der zusätzlichen mündlichen Prüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik beträgt je 10 Minuten.